Der Heiland hat die Kinder lieb,
er ist ei n guter Freund
und hat es mit den Kinderlein
nur immer gut gemeint.
(Verfasser unbekannt)
Wie heißt es doch in einer Stelle der Bibel: „wenn ihr nicht werdet wie die Kindlein, so werdet ihr nicht in Paradiese kommen.“ Kinder sind noch unbeschwert im Glauben. Sie glauben alles was ihnen die Eltern vorleben. Werden wir Menschen dann erwachsen, beginnen wir alles zu hinterfragen. Kann denn das möglich sein? Die Wissenschaft belegt… So will uns Gott aber nicht haben, dass wir ihn hinterfragen, wenn wir ständig an ihm zweifeln kann er gerne an uns verzichten. Das Wort heißt nicht umsonst „Glauben“. Ich glaube an Gott unsern Vater. Nicht es ist wissenschaftlich belegt, dass Gott unser Vater ist. Darum sagt Gott, werdet wie die Kindlein. Glaubt mir einfach, dass ich es gut mit euch meine, dass ich für euch da bin wenn ihr mich braucht. Aber gerade das Glauben fällt uns Menschen so schwer. Wir wollen für alles Beweise sehen. Stehen wir fest im Glauben, dann wissen wir auch, dass es Gott unseren Vater gibt. Ich wünsche uns einen kindlichen Glauben.
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Solang mein Jesus lebt und seine Kraft mich hebt,
muss Furcht und Sorge von mir fliehn, mein Herz in Lieb erglühn.
Er ist ein guter Hirt, der treu sein Schäflein führt,
er weidet mich auf grüner Au, tränkt mich mit Himmelstau.
Paul Gerhardt (1832-1899)
Welch wunderbares Liedgut hat uns dieser Dichter geschenkt. Seine Lieder begleiten uns durch das ganze Leben und geben Kraft und Zuversicht. Welch ein inniges Verhältnis muss er zu Gott, seinem Vater gehabt haben. Ich bewundere Menschen, die voller Hingabe Gott lieben können. Wie schwer machen wir es uns oftmals selbst, wenn wir uns in unsere Alltagssorgen so hinein verbiestern, dass wir den Ausweg über Gott, unseren himmlischen Vater gar nicht mehr sehen. Ich wünsche uns, dass der Blick zu ihm immer frei bleibt und nicht von unseren Sorgen und Problemen verschüttet wird.
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Gott kann nicht geschaut werden,
sondern wird durch die Schöpfung erkannt.
Hildegard von Bingen (1098 - 1179)
Je mehr die Wissenschaft fortschreitet, desto mehr versuchen wir Gott zu ergründen. Wir wollen beweisen, dass es ihn nicht gibt, dass die Erde und alles, was auf ihr lebt, keinem Schöpfer unterliegt, dem wir dankbar sein sollten. Erinnert uns das nicht an die Israeliten, die sich das goldene Kalb bauten, um etwas zum Anbeten zu haben. Der unsichtbare Gott genügte ihnen nicht. Zu allen Jahrhunderten war das so, dass Menschen einen Beweis für Gottes Gegenwart suchen. Wir könnten dankbar für unser Leben sein, dankbar für die Natur, für alles was uns täglich umgibt. Wir Menschen sind so selbstherrlich, dass wir meinen, Herr der Welt zu sein und doch müssen wir immer wieder erkennen, dass da einer ist, der über Leben und Tod entscheidet, auch wenn wir noch so sehr versuchen ihm ins Handwerk zu pfuschen, so sind wir doch nicht in der Lage unserem Leben auch nur eine Stunde hinzuzufügen, wenn unsere Uhr abgelaufen ist. Hildegard von Bingen erkannte damals bereits, dass wir Gott nicht erforschen können, sondern nur erfahren. Warum versuchen wir es immer wieder, anstatt den leichteren Weg zu gehen, den Weg des Glaubens. Auf diesem Wege kommt uns der große Gott, der Schöpfer, entgegen und wir werden ihn erkennen. Unser Glaubensbekenntnis weist uns den Weg, dort heißt es, ‚ich glaube‘ und nicht ‚ich weiß‘. Nur glaubend können wir Gott finden.
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Alt werden, heißt sehend werden.
Marie von Ebner-Eschenbach
„Blind sein und nicht sehen können…“, heißt es in einem Kinderlied. Doch müssten wir dieses Lied nicht auch ab und zu in unseren Gottesdiensten singen? Sind wir Sehenden nicht oftmals blind und taub, unserer Umgebung gegenüber? Als junger Mensch haben wir noch tausendfach Pläne im Kopf, die wir umsetzen möchten. Nicht immer gelingt uns alles und wir erkennen nach Jahrzehnten, dass manche Träume, nur Luftblasen geblieben sind. Selten konnten wir alles verwirklichen, was wir uns vornahmen. Unser Sehen ist meist auf unseren ganz persönlichen Weg ausgerichtet, den wir uns zu gehen vorgenommen haben. Später, in der Mitte unseres Lebens, blicken wir schon so manches Mal zurück. Aber wir beginnen auch, uns für die uns umgebende Welt einzusetzen und darüber nachzudenken.
Sind wir im letzten Drittel unseres Lebens angekommen, hat uns das Leben schon für so manches die Augen geöffnet. Dies kann leider auch dazu führen, dass wir uns zurückziehen und uns einigeln in unser Schneckenhaus. Dabei wäre es wichtig, diese, unsere Sicht, die wir durch Jahrzehnte in Erfahrung gewonnen haben, mit anderen zu teilen. Wichtig ist vor allem, den Blick auf Gottes Gegenwart auszurichten. Er ist es, der uns bis hierhergetragen hat, der uns geleitet hat mit seiner Liebe und Fürsorge. Herr, erbarme dich, dass ich sehend werde und meinen Mund auftue für seine Wunder.
Herr, hilf, uns zu verstehen, was du für uns getan,
Herr, hilf, dass wir begreifen, auch deinen Gnadenplan.
Dort wo wir nicht verstehen,
dort hilf, und gib Verstand,
damit wir weitergehen einst ins gelobte Land
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